Einspeisezähler für PV-Anlagen: Das gilt es zu beachten

Warum benötigen Betreiber von PV-Anlagen einen Einspeisezähler und welche Arten gibt es? ✓ Kosten, Installation und Vorteile von Smart Metern erklärt. ✓

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Über Einspeisezähler für PV-Anlagen: Das gilt es zu beachten

Für Betreiber einer PV-Anlage gibt es ein paar Dinge zu beachten, wenn der produzierte Strom ins Netz eingespeist werden soll. An die Vergütung gelangen Sie nur, wenn genau nachvollziehbar ist, welche Strommengen von Ihrer Anlage aus ins Stromnetz zugeführt wurden. Genau dafür benötigen Sie einen Einspeisezähler. Von dieser Art Zähler gibt es einige Varianten. Hier erfahren Sie mehr zum Thema.

Einspeisezähler für PV-Anlagen – alles Wichtige auf einen Blick

Sie möchten eine PV-Anlage betreiben und verfügen in Ihrem Privathaushalt bisher nur über einen einfachen Stromzähler? Dann sollten Sie diesen noch um einen Einspeisezähler ergänzen. Der erfüllt eine wichtige Funktion, indem er die ins Stromnetz eingespeiste Strommenge für Sie ermittelt. Hierbei handelt es sich also um eine unverzichtbare Anschaffung für alle Besitzer von PV-Anlagen.

Soll der Strom in das öffentliche Netz eingespeist werden, benötigen Sie einen Einspeisezähler. Dieser ist sogar durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vorgeschrieben, wenn Sie Ihre Einspeisevergütung erhalten möchten. Es ist daher wichtig, sich als Betreiber einer PV-Anlage frühzeitig mit dem Thema Einspeisezähler und mit den Technischen Anschlussbedingungen (TAB) zu beschäftigen.

<span class=“highlight-section-orange“>Ihre PV-Anlage ist mit dem öffentlichen Netz verbunden? Dann ist ein Einspeisezähler für Sie als Anlagenbesitzer Pflicht. Schließlich muss sich genau ermitteln lassen, in welcher Höhe Sie eine Einspeisung vorgenommen haben. An der Installation kommen Sie also nicht vorbei.</span>

Wie funktioniert ein Einspeisezähler?

Die Funktionsweise eines Einspeisezählers ist im Grunde einfach. Der Zähler misst die von Ihrer PV-Anlage produzierte Strommenge und sendet diese Information dann an den Netzbetreiber oder speichert sie vor Ort, sodass sie später ausgelesen werden kann. Das ist wichtig, damit Sie die Einspeisevergütung in der korrekten Höhe erhalten.

Wie viel Geld Sie für die durch Ihre PV-Anlage produzierte Strommenge erhalten, hängt vom zuvor festgelegten Kilowattstundensatz ab. Dieser ist an die Einspeisevergütung gekoppelt und richtet sich danach, wann Sie die Anlage in Betrieb genommen haben (Monat und Jahr). Ohne die Messung des eingespeisten Stroms durch einen Zähler wäre es nicht möglich, die Höhe Ihres Guthabens beim Netzbetreiber zu ermitteln.

Wofür benötige ich einen Einspeisezähler?

Die meisten Besitzer einer Photovoltaikanlage streben einen möglichst hohen Eigenverbrauch des produzierten Stroms an. Das ist naheliegend, weil Sie sich damit vom Stromnetz unabhängiger machen. Doch in der Praxis ist es häufig nicht möglich, den Strom aus der PV-Anlage vollständig zu verbrauchen. Wenn Sie zum Beispiel verreist sind während der Sommermonate mit hoher Produktion, können Sie den Strom kaum selbst verbrauchen. In diesen und ähnlichen Fällen ist die Einspeisung ins öffentliche Netz sinnvoll. Dafür benötigen Sie einen Einspeisezähler.

Ohne sie gibt es keine Vergütung: Einspeisezähler für Photovoltaikanlagen (Q: Zweirichtungszähler: Kosten für PV-Anlagen und Stecker-Solargeräte | Energiewende Schleswig-Holstein (durchblick-energiewende.de))

Wer trägt die Kosten für den Einspeisezähler?

Alle wichtigen Regelungen zum Einspeisezähler finden Sie im EEG. Dieses Gesetz bezeichnet die Zähler als Messeinrichtung und sieht vor, dass die Messung in kWh zu erfolgen hat. Darüber hinaus ist in § 13 Abs. 1 EEG geregelt, dass Sie als Anlagenbesitzer bzw. Anlagenbetreiber die Kosten für den Kauf des Einspeisezählers zu tragen haben. Das gilt auch, wenn Sie sich für die Anmietung des Zählers beim Netzbetreiber entscheiden. Die Zahlung erfolgt meist in Form monatlicher Beträge.

Die Alternative zum klassischen Einspeisezähler

Der klassische Einspeisezähler dient der Erfassung der Strommenge, die Sie ins Netz eingespeist haben. Diese Aufgabe können auch andere Geräte übernehmen, sodass der Einspeisezähler nicht die einzige Option darstellt. Zu den wichtigen Varianten gehören die Zweirichtungszähler und die Smart Meter.

Zweirichtungszähler

Die Zweirichtungszähler stellen die klassische Alternative zum Einspeisezähler dar. Der Name leitet sich davon ab, dass dieser Zähler die Messung der Einspeisung und des Strombezugs in einem Gerät abdeckt. Konkret benötigen Sie in Ihrem Stromkasten nur noch einen statt zwei Zähler und sparen damit Platz.

<span class=“highlight-section-orange“>Entscheiden Sie sich für einen Zweirichtungszähler, muss dieser die Stromflüsse unabhängig von ihrer Phase miteinander verrechnen können. Das nennt sich saldierender Zähler. Den Strom beziehen Sie aus dem Netz dreiphasig, während die Einspeisung in der Regel über eine Phase läuft.</span>

Smart Meter

Mit den Smart Metern sind seit einigen Jahren auch intelligente Zähler verfügbar, mit denen Sie den einfachen Einspeisezähler ersetzen können. Während Letzterer rein analog arbeitet, kommen beim Smart Meter digitale Komponenten für die Herstellung der Internetverbindung ebenso wie eine Gateway genannte Kommunikationseinheit hinzu. Mit einem Smart Meter lassen sich die Bezugs- und Verbrauchsdaten in Echtzeit an den Netzbetreiber übermitteln.

<span class=“highlight-section-orange“>Ein Smart Meter bietet als Alternative zum klassischen Zähler viele Vorteile und ist in einigen Fällen sogar bereits vorgeschrieben. Das gilt immer dann, wenn der Stromverbrauch in Ihrem Gebäude oberhalb von 6.000 kWh liegt.</span>

Immer öfter im Einsatz: Smart Meter für Photovoltaikanlagen (Q: https://www.photovoltaik.eu/ac-technik/aktuelle-meldungen-was-sie-ueber-digitale-stromzaehler-vor-dem-start-wissen-muessen)

Einspeisezähler kaufen oder mieten?

Alle drei Optionen für einen Zähler können Sie entweder kaufen oder beim Netzbetreiber mieten. Einmaligen Anschaffungskosten stehen hier also die laufenden monatlichen bzw. jährlichen Mietgebühren gegenüber. Häufig stellt das Mieten des Einspeisezählers für den Anlagenbesitzer die einfachere Variante dar. Er erhält den Zähler direkt vom Netzbetreiber und kann sich darauf verlassen, dass im Mietpreis bereits alle Kosten inklusive sind. Dazu gehören auch die Aufwendungen für die Eichung, die regelmäßig durchzuführen ist. Das Mietmodell ist also besonders bequem.

Wer hingegen die laufenden dauerhaften Kosten vermeiden möchte, könnte mit einem Kauf des Stromzählers besser bedient sein. In diesem Fall sind einmalig Investitionskosten in entsprechender Höhe zu tragen.

Für einen einfacheren Vergleich sind die Kosten für den Kauf und die Miete in folgender Tabelle zusammengefasst:

<span class="highlight-section-blue">Für einen realistischen Vergleich sollten Sie auch die Kosten für die Instandhaltung und Wartung berücksichtigen. Die sind in den Angaben in der Tabelle bei der Kaufoption nicht enthalten und bei den Angaben zum Mietmodell bereits inklusive.</span>

Stromkunden sind es seit einigen Jahren gewohnt, dass sie ihren Lieferanten frei wählen können. Wenn Sie eine Photovoltaikanlage betreiben und einen Zähler dafür benötigen, stellt sich die Situation ähnlich komfortabel dar. Lässt sich Ihr Netzbetreiber zum Beispiel mit dem Austausch des Zählers lange Zeit? Sie müssen darauf nicht warten und können stattdessen auch den Messstellenbetreiber frei wählen. In dieser Hinsicht sind Sie also besonders flexibel und sollten von dem Recht auf freie Wahl bei Bedarf auch Gebrauch machen.

Wie man einen Einspeisezähler installiert

Grundsätzlich gilt: Die Installation von elektrischen Geräten ist immer eine Aufgabe für Fachpersonen und damit für einen ausgebildeten Elektriker. Wenn Sie über die entsprechenden Kenntnisse verfügen und sich die Installation zutrauen, können Sie diese aber auch selbst vornehmen. Entscheidend ist, dass die Technischen Anschlussbedingungen (TAB) für den Anschluss an das Niederspannungsnetz erfüllt sind. Das ist die Voraussetzung, um einen PV-Einspeisezähler nutzen zu können.

FAQ

Was darf bei einem Einspeisezähler nicht fehlen?

Zu den wichtigsten Funktionen der Einspeisezähler gehört die Rücklaufsperre. Sie ermöglicht es, die abgenommenen und eingespeisten Strommengen sauber voneinander zu trennen.

Warum ist ein Einspeisezähler bei PV-Anlagen wichtig?

Einen Anspruch auf die Einspeisevergütung erlangen Sie nur, wenn ein Einspeisezähler für die Messung des erzeugten Solarstroms verbaut ist. Einen solchen benötigt also jeder, der keine Inselanlage ohne Anschluss an das öffentliche Stromnetz betreibt.

Welche Vorteile bieten Smart Meter?

Mit einem Smart Meter ist zum Beispiel eine Übertragung der Daten an den Wechselrichter der PV-Anlage möglich. In Zusammenarbeit mit dessen Energiemanager lässt sich dann der Stromverbrauch intelligent steuern.

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